Telearbeit
Wird zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer Telearbeit (vormals Homeoffice) vereinbart, so bedarf es zwingend einer schriftlichen Vereinbarung. Damit ein nicht steuerbar ausbezahltes Telearbeitspauschale in Bestand bleibt, müssen die Telearbeitstage verpflichtend durch den Arbeitgeber am Lohnzettel bzw. in der Lohnbescheinigung ausgewiesen werden.
Halbierung des Kilometergeldes für Fahrräder und Motorräder
Mit 01.07.2025 wurde das amtliche Kilometergeld für einspurige Fahrzeuge von € 0,50 pro Kilometer auf € 0,25 gesenkt. Damit wird die mit dem Progressionsabgeltungsgesetz 2025 eingeführte Erhöhung wieder rückgängig gemacht.
Erweiterte Angaben bei der SV-Anmeldung neuer Dienstnehmer
Ab 01.01.2026 müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Anmeldung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur Sozialversicherung verpflichtend das Ausmaß der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit in der Anmeldung angeben. Bei Wechsel der zu Beginn des Dienstverhältnisses vereinbarten Arbeitszeit (Reduktion oder Erhöhung bzw. Wechsel von geringfügiger Beschäftigung auf ein vollversicherungspflichtiges Dienstverhältnis) ist keine Meldung zu erstellen.
Trinkgeldpauschale ab 01.01.2026
Steuerfreiheit und sozialversicherungsrechtliche Behandlung Das bisherige System der Trinkgeldpauschalierung war komplex und uneinheitlich ausgestaltet und führte in der Praxis – insbesondere im Zuge von Prüfungen durch die ÖGK – zu erheblicher Rechtsunsicherheit und zu hohen Nachforderungsbeträgen. Ab 01.01.2026 gelten in Österreich einheitliche Trinkgeldpauschalen, um die bisherigen länderspezifischen Unterschiede zu beenden. Bei den künftig festgesetzten Pauschalbeträgen […]
Krypto-Meldepflichtgesetz (Krypto-MPfG)
Mit dem Krypto-Meldepflichtgesetz setzt Österreich die EU-Richtlinie 2023/2226 um, die einen automatischen Informationsaustausch über Kryptowerte vorsieht. Ziel ist, mehr Transparenz im stark wachsenden Kryptomarkt zu schaffen und Steuerhinterziehung wirksam entgegenzuwirken. Das Gesetz legt Sorgfalts- und Meldepflichten für Anbieter von Krypto-Dienstleistungen sowie für Krypto-Betreiber fest und ist mit 01.01.2026 in Kraft getreten. Erfasst werden Anbieter und […]
Ungerechtfertigte Verluste als neuer Straftatbestand im Finanzstrafrecht
Nach der derzeit geltenden Rechtslage liegt eine Abgabenhinterziehung iSd § 33 FinStrG dann vor, wenn tatsächlich Abgaben verkürzt wurden. In der Praxis bedeutet das, dass eine Steuerhinterziehung in der Regel erst dann vorliegt, wenn eine fehlerhafte Steuererklärung zu einer zu niedrigeren Steuerfestsetzung geführt hat. Werden hingegen lediglich zu hohe Verluste erklärt, und würde auch bei […]
Erhöhung der Wertgrenze für einen Verkürzungszuschlag gem. § 30a FinStrG
Durch die freiwillige Entrichtung eines Verkürzungszuschlags in Höhe von 10 % der Abgabennachforderung können finanzstrafrechtliche Konsequenzen im Rahmen von Prüfungsmaßnahmen durch das Finanzamt vermieden werden. Voraussetzung war bisher, dass die steuerlich relevanten Abgabennachforderungen im Prüfungszeitraum insgesamt nicht mehr als € 33.000,00 und pro Veranlagungszeitraum nicht mehr als € 10.000,00 betragen haben. Infolge des Betrugsbekämpfungsgesetzes 2025 wurden diese […]
Kein Vorsteuerabzug bei Vermietung von besonders repräsentativen Grundstücken (Luxusimmobilien)
Die Vermietung zu Wohnzwecken war bislang allgemein umsatzsteuerpflichtig (10% USt) und vermittelte daher das Recht auf Vorsteuerabzug. Durch das Betrugsbekämpfungsgesetz 2025 wurde die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs bei der Vermietung sog. Luxusimmobilien zu Wohnzwecken eingeschränkt. Die Vermietung von Luxusimmobilien hat seit 01.01.2026 zwingend unecht umsatzsteuerfrei zu erfolgen, sodass dafür kein Recht auf Vorsteuerabzug (aus Anschaffungs- und […]
Umwidmungszuschlag bei Immobilienverkäufen ab 01.07.2025
Die Umwidmung eines Grundstücks, welche eine erstmalige Bebauung ermöglicht, kann den Wert dieses Grundstücks erheblich steigern. Seit 01.07.2025 wird dieser Wertzuwachs bei Verkauf eines betrieblichen oder privaten Grundstücks durch einen sog. Umwidmungszuschlag besteuert, wobei dieser pro Grundstück nur einmal erhoben wird. Diese wesentliche steuerliche Änderung war Teil des Budgetbegleitgesetzes 2025. Der Umwidmungszuschlag beträgt 30% des […]
Vorsteuerpauschalierung gem. § 14 UStG
Unternehmer, welche die Voraussetzungen des § 17 EStG für die Ermittlung der Betriebsausgaben mittels Durchschnittssatz erfüllen, haben die Möglichkeit, die abziehbaren Vorsteuerbeträge pauschal mit 1,8% der Umsätze zu ermitteln. Mit Inkrafttreten des Budgetbegleitgesetzes 2025 am 01.07.2025 wurde der Höchstbetrag des Vorsteuerpauschales deutlich angehoben. Während das Pauschale für die Veranlagung 2024 noch € 3.960,00 betragen hat, […]